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UNSER LEBENSGEFÜHL
ist die Freiheit. Wir wollen selbst über unser Leben bestimmen, wir sind unabhängig. Wir akzeptieren nicht, dass andere angeblich besser wissen, was gut für uns ist. Wir sind keine gleichförmige Gruppe. Die Jungen Liberalen, das sind viele Einzelne mit ganz individuellem Lebenslauf und persönlichen Interessen. Wir machen keinen Unterschied zwischen den Menschen, sind aber auch keine Gleichmacher. Bei uns kann jeder mitmachen, der Lust auf Spaß und Politik hat.
UNSER GRUNDSATZ
ist dabei die Unabhängigkeit. Wir finden, dass jeder von uns sein Leben unabhängig und nach den eigenen Vorstellungen leben soll. Das bedeutet vor allem Verantwortung für sich und seine Handlungen zu übernehmen. Und das bedeutet für uns: Auch für die Unabhängigkeit anderer einzutreten, wenn sie Hilfe brauchen.
Das gilt für jeden Menschen genauso wie für den Staat und die gesamte Gesellschaft. Das heißt , dass eine Generation nicht auf Kosten der ihr folgenden leben darf. Dies gilt in allen Bereichen der Politik. So stehen wir für eine nachhaltige Umweltpolitik, denn die Natur kann man nicht neu kaufen, man kann sie nur bewahren und schützen. Generationengerechtigkeit heißt auch, dass Staat und Regierung keine neuen Schulden machen dürfen, um ihre Lieblingsprojekte auf Kosten anderer zu bezahlen. Das gilt besonders im hochverschuldeten Bremen: Niemand kann mehr Geld ausgeben, als er hat. Wir müssen sparen, wenn wir uns etwas leisten wollen. Damit wir auch später noch Geld für Schulen und Theater haben, muss endlich damit angefangen werden. Bremen muss seine finanzielle Unabhängigkeit wiedererlangen.
UNSERE THEMEN
sind breit gefächert. Wir wollen aber in einem Land, das immer älter wird, insbesondere die Interessen der Jungen Generation vertreten. Für Dein Leben in Bremen und Bremerhaven gibt die Politik wichtige Vorgaben. Ob in der Freizeit, in Schule, Uni oder im Beruf, überall sind die Auswirkungen guter oder schlechter Politik zu spüren.
JUGEND & FREIZEIT
In Deiner freien Zeit sollten Dir alle Möglichkeiten offen stehen. Das fängt oft mit ganz einfachen Problemen an – Dingen die schnell zu ändern sind und trotzdem von der jetzigen rot-grünen Regierung in Bremen nicht angegangen wurden. Eines von vielen Beispielen: Bremen zahlt der BSAG jedes Jahr viele Millionen Euro für den laufenden Betrieb. Trotzdem scheinen die Verantwortlichen es völlig abwegig zu finden, dass man auch nach Mitternacht noch gern nach Hause fahren will, und zwar nicht nur jede Stunde einmal vom Hauptbahnhof aus. Wir leben in einer Großstadt und nicht auf dem Dorf – wir wollen bezahlbare Mobilität, ohne um elf im Bett liegen zu müssen. Dazu gehört für uns auch die Abschaffung des komplizierten und überflüssigen Nachtzuschlages. Auch sonst muss sich aus unseren Augen einiges in der Verkehrspolitik ändern. Wir wollen kein autofreies Hippie-Utopia wie der grüne Verkehrssenator Loske. Was bringt etwa ein teurer und medienhaschender Autofreier Sonntag, wenn viele Radwege katastrophal schlecht sind? Wir brauchen frei Fahrt für alle Verkehrsmittel und keine verordneten Staus dank Tempo 30.
Wir als Junge Generation müssen auch verhindern, dass eine immer engstirniger werdende Gesellschaft uns unsere Freiheit mit Verboten nimmt. Was hat es den Staat zu interessieren, ob wir in eine Shisha-Bar gehen? Wen der Rauch stört, der soll halt nicht hingehen. Was geht es die Verbotsfans aus CDU und SPD an, dass wir auch mal eine Runde CounterStrike oder Call of Duty zocken wollen? Immer mehr Verbote beschränken Deine persönliche Freiheit. Ob Rauchen, „Killerspiele“ oder Alkohol in der Öffentlichkeit: Wir sind die Stimme derjenigen, die sich nicht durch Verboten erziehen lassen wollen.
SCHULE & AUSBILDUNG
Deine Freizeit gehört Dir. Da soll Dir weder der Staat noch sonst irgendjemand reinreden – Das ist klar. Aber warum schreibt Dir der Staat eigentlich vor, welche Schule Du besuchst? Und warum kann Deine Schule nicht selbst bestimmten, wie sie den Unterricht gestaltet – und ob sie ihr Geld lieber in neue Klassenräume, mehr Lehrer oder eine neue Physik-Ausstattung investiert? Warum glaubt die Bildungssenatorin eigentlich, dass sie und ihre Senatorische Behörde das alles viel besser entscheiden kann als die Leute, die es wirklich betrifft? Wir Junge Liberale wollen, dass Du selbst entscheidest welche Schule Du besuchst. Ob Du in Tenever, Schwachhausen oder Bremen-Nord wohnst – Du sollst selbst entscheiden, welches Angebot Dir am besten gefällt! Und die Schulen sollen ihr Geld danach zugeteilt bekommen, wie viele Schüler sie haben – egal, ob Gesamtschule oder gegliedert, ob staatlich, Waldorf oder privat. So können – und müssen – die Schulen aus ihrem gemütlichen Bürokratenschlaf aufwachen und gemeinsam mit den Schülern optimale Konzepte entwickeln. Individuelle Förderung muss der Inhalt des Unterrichts werden. Schlechte Lehrer müssen wie in der freien Wirtschaft auch gefeuert werden können. Deshalb: Schluss mit Beamtentum, Duldung unfähiger Lehrer und Willkür bei den Prüfungen: Freiheit für die Schulen! Das heißt für uns übrigens auch Freiheit davon, eine religiöse Meinung aufgedrückt zu bekommen – Religionsunterricht ist Privatsache und gehört nicht in die Schule. Privatsache – das heißt auch die konsequente Ablehnung von Videoüberwachung gerade an Schulen. Die Schulen sollen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Schule ist kein Aufbewahrungsort, sondern sollte praxisbezogen auf den Beruf vorbereiten. Wir haben keine Scheu vor Zusammenarbeit mit Unternehmen – so sind wir der Meinung, dass vom Schulsponsoring alle profitieren können, wenn es geordnet organisiert wird statt wie von Rot-Grün stigmatisiert.
Lernen, das sollte vor allem die Sache derjenigen sein die es betrifft – unsere Sache und nicht die einer Behörde! Daher sehen wir die Aufgabe aller Ausbildungsstätten darin, dem Einzelnen die besten Möglichkeiten zum individuellen Lernen zu geben – ob Schule, Berufsschule, oder Hochschule.
Statt Gruppentherapie fordern wir Internetanschlüsse und Schullaptops, statt starren Pflichtfächern: Sommerkurse, Ganztagsangebote und Sportmöglichkeiten für Interessierte.
Nach der Schule ist der Einstieg in die weitere Ausbildung nicht für alle Jugendlichen einfach. Obwohl es in Bremen eine vergleichsweise große Anzahl an Ausbildungsplätzen gibt, stehen viele junge Menschen seit Jahren in der Warteschleife. Sie landen deshalb oftmals im sogenannten Übergangssystem, wo Schulabgänger, die keine Lehrstelle gefunden haben, staatlich weiter qualifiziert werden sollen. Das klappt natürlich nicht, weil die Maßnahmen nicht die wirkliche Arbeitswelt vermitteln. Deshalb fordern wir, das Übergangssystem auslaufen zu lassen und den Jugendlichen zu helfen in die Betriebe zu kommen.
Dabei sind wir uns bewusst, dass Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen weiterhin Fördermaßnahmen benötigen.
Mit einem Schulsystem, das wirklich auf die Anforderungen der Berufswelt vorbereitet und – wenn nötig – Förderunterricht neben der Ausbildung soll allen Jugendlichen eine duale Ausbildung ermöglicht werden.
Das Studium hat sich seit dem Bologna-Prozess radikal verändert. Wir Junge Liberale begrüßen die angestrebte Europäisierung durch die Umstrukturierung ins Bachelor/Master-System grundsätzlich. Sie erhöht die Möglichkeiten deutscher Absolventen und ermöglicht uns allen ein freieres Leben im zusammenwachsenden Europa. Anders als die Planer in EU-Kommission und Bildungsbehörde sind wir aber diejenigen, die direkt von der Umsetzung betroffen ist. Und die lässt leider an allen Ecken und Enden zu wünschen übrig.
Die Politik ist in der Verantwortung, den Hochschulen Freiräume zu geben, um unsere Studienbedingungen zu verbessern. Beamte dürfen nicht über Studiengänge und Professoren bestimmen. Das Studienangebot muss sinnvoll organisiert werden, Auslandssemester müssen international angeglichen und vereinheitlicht werden. Statt Gießkannensystem fordern wir individuelle Förderung der Studenten. Dazu gehört für uns eine klare Priorisierung des Stipendiensystems. Stipendien für Begabte sind die beste Sozialpolitik: Denn so wird jedem der Aufstieg ermöglicht. Eine Gesellschaft, in der Lebensläufe anhand des Portemonnaies der Eltern vorgezeichnet sind, ist ungerecht. Wir wollen Durchlässigkeit statt Klassenkampf. Wer gut ist, muss aufsteigen können – ebenso wie jener zwangsläufig absteigt, der zwar reiche Eltern hat, sich aber nicht selbst bemüht. Daher begrüßen wir die Einführung des nationalen Stipedienprogramms durch die schwarz-gelbe Bundesregierung. Finanziert kann dies durch eine Ausweitung des Sponsorings werden. Falsche Berührungsängste lehnen wir hierbei ab.
An den Hochschulen herrscht Pseudo-Demokratie: Der AStA verschleudert unser Geld und wirtschaftet in die eigene Tasche. Die rote Uni Bremen hilft ihm dabei – es ist ein Skandal, dass Uni-Gelder für die illegal errichtete GW3-Hütte draufgehen. Wir wollen mit unseren Semesterbeiträgen bessere Studienbedingungen und keine Weltrevolutionen finanzieren.
Die beste Form der Mitbestimmung ist es daher, mehr Freiheit zu wagen. Dafür brauchen wir Wettbewerb unter den Unis. Die Errichtung der Jacobs University ist ein erster und guter Schritt. Echte Selbstbestimmung braucht keine Zwangsmitgliedschaft in
der Studierendenschaft, für Wettbewerb hilft nur Freiheit – auch für die Hochschulen.
ARBEIT & FAMILIE
Generation Praktikum, so werden wir oft betitelt. Das ist auch kein Wunder, haben rote, schwarze und grüne Sozialdemokraten doch stets reine Klientelpolitik für Ältere
betrieben. Ob die längere Auszahlung von Arbeitslosengeld für über 50-Jährige, Rentengarantie trotz Lohneinbrüchen, oder die europarechtswidrige Diskriminierung junger Arbeitnehmer im Kündigungsschutz, stets hat dabei eine Generation in die Röhre geschaut – wir. Wir wollen keine falschen Sicherheiten und pfeifen auf Versprechungen von ewiger Unkündbarkeit – wir wollen arbeiten und zeigen, was wir können. Wir sind jung – schneller und besser, wir haben Internet und Auslandssemester – manchmal sogar in Bayern. Wir strengen uns an und finden es ungerecht, wenn der, der sich auf dem Beamtensessel ausruht, automatisch mit jedem Jahr mehr Geld bekommt.
Viele von uns haben nicht viel Geld – sind in Ausbildung und Studium oder versuchen gerade den Einstieg in den Job. Es nervt uns, wenn die Linken immer mehr Geld für alle
versprechen. Manche von uns sind arbeitslos – aus verschiedenen Gründen. Für Arbeitslose ist es das Wichtigste, schnell wieder Arbeit zu finden – leere Versprechungen
von aus der Luft gegriffenen Regelsatzerhöhungen dagegen helfen nicht. Alle Menschen sollen für sich selbst sorgen und Verantwortung für ihre Familie übernehmen können.
Was sie dazu an Hilfe brauchen, geben wir gerne.
Familie ist für uns etwas ganz Besonderes. Denn jede Familie ist einzigartig: Heute gibt es Alleinerziehende und schwule Paare, Patchwork-Eltern und Wohngemeinschaften.
Familien und Kindern gehört unsere Aufmerksamkeit. Für uns ist flächendeckende Kinderbetreuung kein Schmankerl, dass man je nach politischem Gusto umsetzen kann oder eben auch nicht. Frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind vielmehr selbstverständliche Voraussetzungen für unser Verständnis eines freien und selbstbestimmten Lebens.
Was junge Eltern und Berufstätige dagegen nicht brauchen, sind hohe Steuern und Zwangsabgaben. Dabei könnte auch das Land Bremen zur Entlastung beitragen, wenn es nur wollte, zum Beispiel indem die völlig anachronistische Zwangsmitgliedschaft in der Arbeitnehmerkammer abgeschafft wird.
UNSER PARTNER
Wir sind als Junge Liberale eine organisatorisch und finanziell unabhängige Jugendorganisation. Wir haben über zehntausend Mitglieder in ganz Deutschland und setzen uns konsequent für Freiheit, Chancen- und Generationengerechtigkeit ein.
Unser Partner ist die FDP. Wir sind aber sicherlich nicht immer einer Meinung mit unserer Seniorenorganisation. Das heißt, dass wir die Partei manchmal an ihren liberalen Auftrag erinnern müssen, oft aber auch gerade mit ihr gute Konzepte umsetzen können.



